Die Jungen- und Mädchenmesse in der Sekundarschule Blomberg hat für 120 Schüler und Schülerinnen neue Impulse für die Berufswahl gebracht. „Spitzenmänner und -Spitzenfrauen“ haben ihre Berufe im direkten Gespräch vorgestellt. Und das durchaus gender-untypisch. Das Projekt reiht sich ein in die Reihe „girls‘ & boys‘-academy“, an der die Stadt Blomberg als Pilot-Kommune teilnimmt.

Henriette Stapf stellte sich als Notfallsanitäterin der Johanniter Unfallhilfe vor. Wie ihr Berufsalltag aussieht, bekamen die Schülerinnen live vorgeführt, als Henriette mitten im Gespräch zu einem Einsatz im  Rettungswagen beordert wurde. Für die Mädchen gab es aber noch mehr als 16 weitere Berufe zu erkunden. Mona-Tölle Weinberg demonstrierte mit einer Fotoshow ihre Arbeit als Malerin und Lackiererin. Rabea Kunz und Anna Schacht beschrieben als Ausbildungsbotschafterinnen ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin bzw. zur Zerspanungsmechanikern. Weitere Berufsbilder für Mädchen waren Fruchtsafttechnikerin, Speditionskauffrau, Tischlerin, Fachangestellte für Bäderbetriebe, Verfahrensmechanikerin Kautschuk/Kunststofftechnik, Lacklaborantin, Landschafts- und Gartenbauerin. Auch der Werdegang zur Diplom-Ingenieurin oder zur Integrationsbeauftragen wurde abgebildet.

Auf der anderen Seite stellte zum Beispiel Luca Todorovich den Jungen seinen Beruf als Pflegefachkraft vor. Aber auch die Ausbildung zum Erzieher, zum Fruchtsafttechniker, zum Physiotherapeuten, zum Lacklaborant, Verwaltungsfachangestellten, Fachangestellten Bäderbetriebe, Koch, Garten-Landschaftsbauer, Fachinformatiker oder Sozialarbeiter wurden von Berufsvertretern vorgestellt.

„Ich hatte diese Berufe gar nicht auf dem Schirm!“, so eine Schülerin im abschließenden Plenum. Ihr schlossen sich andere Schüler und Schülerinnen an, die sich nun durchaus vorstellen können, ein Praktikum oder sogar eine Ausbildung in einem der neu kennengelernten Berufe zu machen. Die ersten Kontakte dazu sind im Lauf eines Schultags geknüpft. Die Veranstaltung, die in enger Zusammenarbeit der Sekundarschule und der Regionalen Bildungskoordination organisiert wurde, soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Lejla Ferhatbegovic, die als Lehrerin im Bereich Gleichstellung an der Schule tätig ist, und Heike Kreienmeier vom Netzwerk Wirtschaft-Schule bedanken sich bei allen Unternehmen und Institutionen – auch der Agentur für Arbeit und der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe für die allgemeine Berufsberatung –  sowie allen Akteuren für die bereitwillige Unterstützung des Projekts.

Die Lippische Landeszeitung berichtet über die Jungen- und Mädchenmesse, lässt aber leider die gute Zusammenarbeit  der Regionalen Bildungskoordination und der Schule im Rahmen der girls‘ & boys‘ -academy völlig unerwähnt: LZ121019